Martha Rieländer

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Martha Rieländer - ihre Lebensgeschichte
(verfasst von Maximilian Rieländer im August 2008)

Eltern Wilhelm Leppelmann und Paula Leppelmann, geborene Herwig, als 5. Kind nach ihren 4 Brüdern Wolfgang, Alfons, Werner und Kurt in Beckum geboren. Als Wilhelm Leppelmann 1925 Direktor des Progymnasiums Rietberg wurde, kam Martha Rieländer mit ihrer Familie erstmals nach Rietberg. Ihr Bruder Alfons und Heinz Rieländer, beide aus dem Jahrgang 1915, wurden in ihrer Schulzeit feste Freunde. So lernten sich auch Martha und Heinz kennen. Bei der goldenen Hochzeit von Heinrich und Katharina Rieländer, den späteren Schwiegergroßeltern, feierte Martha als 8-jähriges Mädchen mit. Als Wilhelm Leppelmann 1932 Oberstudienrat am Paderborner Gymnasium Theodorianum wurde, zog die Familie nach Paderborn. Die Freundschaft zwischen Bruder Alfons und Heinz Rieländer blieb bestehen.

Während des Krieges kamen die Brüder Alfons und Werner im Sommer 1941 in Russland ums Leben. Martha Rieländer machte Ostern 1941 ihr Abitur, trat in das Deutsche Rote Kreuz ein und leistete Sanitätsdienste im Lazarett. Sie studierte ab Sommer 1942 Medizin. 

Nach dem Kriege besuchte Martha Leppelmann Heinz Rieländer im Oktober 1945, entwickelte mit ihm bald eine herzliche Partnerschaft und verzichtete vor der Heirat auf die Fortsetzung ihres geliebten Medizinstudiums. Sie heirateten am 11. September 1946 im Dom zu Paderborn und lebten seitdem in trauter Gemeinsamkeit 57 Jahre zusammen. Sie bekamen vier Söhne Maximilian (1947), Wolfgang (1948), Alfons (1951) und Heinz-Josef (1954). 

Martha Rieländer setzte sich neben ihren vielen familiären Aufgaben in den folgenden Jahren im Ortsverband Rietberg des Deutschen Roten Kreuzes ehrenamtlich stark ein. Sie gründete mit anderen zusammen 1957 den Sozialen Arbeitskreis im DRK-Ortsverband und war von 1979 bis 1995 als Vorsitzende des Arbeitskreiseses aktiv. In der Tätigkeit als Vorsitzende des Sozialen Arbeitskreises setzte sie Marksteine durch die Betreuung der Senioren und Rollstuhlfahrer in unserer Seniorenbegegnungsstätte. Ihr wurde 1987 das DRK-Ehrenzeichen und 2004 die Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Roten Kreuzes verliehen.

Martha Rieländer hat ihre Gesundheit und Lebensenergie immer gut gepflegt, durch Sportlichkeit, viele Unternehmungen, viele Reisen, unterstützt durch ihre medizinischen Interessen, auch durch regelmäßiges Schwimmen und kaltes Duschen.

Sie erkrankte schon früh an Krebs, erstmals mit etwa 50 Jahren an Hautkrebs, mit 56 Jahren an Brustkrebs. Sie ließ sich durch die Krebserkrankungen über Jahrzehnte hinweg nicht unterkriegen. Aber ab dem Jahr 2006 ging ihre Krebserkrankung mit einem Tumor in der zweiten Brust weiter. Sie erlitt nach Ostern 2008 einen körperlichen Zusammenbruch; ausgedehnte Metastasen wurden diagnostiziert; sie verzichtete auf weitere eingreifende schulmedizinische Behandlungen.
Sie war dann deutlich geschwächt, wusste, dass ihr Leben enden würde und nahm dies mit großer Würde und christlicher Gläubigkeit hin.